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In Mexiko war ich 2000 insgesamt zehn Wochen - die ersten vier war ich alleine mit dem Rucksack unterwegs, um dann die letzten sechs Wochen in zwei verschiedenen Workcamps von "Vive México" mitzuarbeiten. Auf diese Weise erhielt ich viele verschiedene Einblicke in die mexikanische Kultur und lernte auch sehr viele liebenswürdige und hilfsbereite Einheimische kennen.
In den ersten vier Wochen bin ich kreuz und quer durch ganz Mittel- und Südmexiko gereist. Dabei war mein Startpunkt México-City , wo ich zunächst zwei Tage lang in strömendem Regen und noch etwas orientierungslos in der mexikanischen Kultur die Stadt erkundete, soweit das in so kurzer Zeit in solch einer riesigen Metropole möglich ist. Ehrlich gesagt war ich dann auch ganz froh, als ich die letzten Außenbezirke México-Citys am Busfenster vorübergleiten sah.
Eigentlich hatte ich mir eine wunderschöne Reiseroute ausgearbeitet, die ich dann jedoch gleich am zweiten Tag über den Haufen schmiß. Bei so einem Regen hätte nicht einmal der schönste Strand Sinn gemacht, also ließ ich Puerto Escondido sausen.
Die Reise führte mich weiter nach Oaxaca , wo ich dann gleich 3 Tage blieb, weil mir die Stadt so gut gefiel. In der Nähe von Oaxaca liegen die Tempelruinen von Monte Albán , zu denen ich mit einem kleinen Bus hinauftuckerte. Sie liegen auf einem Berg, von dem aus man einen wunderbaren Ausblick über die ganze Umgebung und Oaxaca hat, den man sich nicht entgehen lassen sollte. Am nächsten Tag lernte ich zwei Mexikanerinnen kennen, die mich zum Essen auf den Markt mitnahmen. Unterwegs kauften sie mir ein Tütchen "chapulines" (fritierte Heuschrecken), die ich mir dann möglichst ohne genauer hinzuschauen in den Mund stopfte und mir dabei einfach ausmalte, es seien Erdnüsse oder Chips. Es heißt ja, dass derjenige, der in Oaxaca chapulines ißt, immer wieder nach Oaxaca zurückkehren wird.
Die beiden Mexikanerinnen schlugen mir vor, am nächsten Tag einen kleinen Ausflug in die nähere Umgebung zu machen. Ihr Freund, ein Maler, habe ein Auto, mit dem wir nach Tule fahren könnten. Ich stimmte natürlich begeistert zu, und wir verabschiedeten uns bis zum nächsten Tag. |
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