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Reisetagebuch
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Quito und La Mitad del Mundo |
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17.03.2006 |
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Altstadt von Quito
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Mittwochabend machten wir uns dann nach unserem Schnorchelausflug und einem leckeren Flusskrebsessen auf den Weg zum Busbahnhof, von wo aus wir einen Nachtbus nach Quito nahmen. Nicht gerade angenehm so eine 10stündige Busfahrt auf einer kurvigen Holperpiste, wenn man sich den Hintern verbrannt hat...
Früh morgens um 7 kamen wir dann gestern in Quito an und machten es uns erst nochmal im Busbahnhof gemütlich, da es noch zu früh war, um bei den Hostals Sturm zu klingeln.
Mit dem Taxi fuhren wir dann etwas später zu einem Hostal, das in unserem Reiseführer stand. Doch da dieser schon 5 Jahre alt ist, gab es das Hostal natürlich inzwischen gar nicht mehr. Daher gingen wir erstmal frühstücken und schauten uns dann in der Umgebung um, wo wir auch gleich eine güstige Alternative entdeckten. Das Hostal Nassau liegt mitten im Backpackerviertel im neuen Teil der Stadt, wo es unzählige Tourveranstalter, Bars, Restaurants und Internetcafes gibt.
Nach einer kurzen Verschnaufpause im Hostal machten wir uns dann zu Fuss auf den Weg in die Altstadt, die etwa 3-4 km entfernt vom neuen Teil der Stadt liegt. Quito gefiel uns gleich ganz gut. Es ist auch mal wieder schön, wenn alles ein bisschen europäischer und vertrauter wirkt. Die Stadt kommt mir auch nicht ganz so chaotisch vor wie die meisten peruanischen Städte, wo tausend Minibusse hupend kreuz und quer durch die Gegend fahren und man überall aufpassen muss, dass man auf dem Gehweg nicht in eines der vielen Löcher reintritt. Hier in Quito gibt es sogar ein Metrobussystem, echt super!
Heute wollten wir eigentlich mit dem Teleférico (einer neuen Seilbahn) auf einen der hohen Berge fahren, an dessen Fuss die Stadt liegt. Von dort aus hat man bei schönem Wetter bestimmt einen super Blick über die ganze Stadt. Leider waren aber alle umgebenden Berge wolkenverhangen, so dass wir uns entschieden, gleich zur Mitad del Mundo zu fahren, dem Äquator, der etwa 20 km ausserhalb von Quito verläuft.
Doch das stellte sich als gar nicht so einfach heraus... Im Hostal hatte man uns gesagt, dass wir zur Avenida América laufen müssten, wo dann die blauen Busse dorthin fahren würden. Alternativ könne man aber auch eine Strasse tiefer mit den grünen Bussen fahren. Also gingen wir dorthin uns stellten uns wartend an den Strassenrand. Als nach 20 Minuten immer noch keiner dieser Busse vorbeigefahren waren, gingen wir zur anderen Strasse, wo wir weiter warteten. Doch auch hier kam kein Bus in die Richtung. Etwas verunsichert fragten wir einige Passanten, die uns wiederum zur anderen Strasse schickten, denn hier führen keine Busse zur Mitad del Mundo. Also wieder zur Avenida. Sicherheitshalber fragten wir dort nochmal eine Verkehrspolizistin, die uns aber mitteilte, dass hier keine Busse dahin führen, sondern an der anderen Strasse. Wir also wieder zurück zur anderen Strasse, wo wir dann auf eine andere Touristin trafen, die auch zum Äquator wollte. Sie meinte, man hätte ihr gesagt, dass die Busse an der oberen Strasse abfahren würden. Also liefen wir mit ihr zusammen wieder zur oberen Strasse, wo wir auf drei weitere Touristen trafen, die ebenfalls dort warteten. Es kam und kam kein passender Bus. Letztendlich fragte einer der anderen Touristen einige Leute, die meinten, wir müssten doch unten an der Strasse auf einen der grünen Busse warten. Wir marschierten alle zusammen wieder zur unteren Strasse, wo wir auf ein weiteres Touristenpäärchen trafen, das ebenfalls etwas hilfesuchend um sich schaute. Nach erneutem Fragen kam heraus, dass wir wieder zur oberen Strasse laufen müssten, um dort einen gelben Metrobus zu nehmen und später dann in einen grünen Bus umzusteigen, der dann zum Äquator fahren würde.
Unglaublich, aber wahr... das stimmte dann sogar! Nach einer Stunde Herumsucherei sassen wir dann alle tatsächlich im richtigen Bus.
Am Äquator musste man dann Eintritt zahlen, um in die Ciudad de la Mitad del Mundo zu kommen. Dort hatte man ein ganzes Dorf nachgebaut, mit Restaurants, Cafes und Kirche und natürlich unzähligen Souvenirläden. Fast wie das Weihnachtsmanndorf am Polarkreis...
Dann gibt es einen roten Strich am Boden und darauf ist auch ein Monument gebaut, auf das man hochsteigen kann. Aber dafür hätte man nochmal Eintritt zahlen müssen, also beschränkten wir uns auf das obligatorische Foto auf dem Äquatorstrich und gingen ein Eis essen.
Morgen werden wir dann wieder weiter nach Süden nach Puyo in den Dschungel fahren. Mal sehen, was wir dort dann machen, jedenfalls keine mehrtägige Dschungeltour, die hatten wir ja bereits in Peru. Wir werden uns wohl einfach mal ein bisschen die Umgebung anschauen und dann am nächsten Tag nach Baños weiterfahren. |
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