Reisetagebuch

 
 
Kurzer verregneter Dschungelausflug  
18.03.2006
     
Hängebrücke in Puyo

Hängebrücke in Puyo

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Von Quito fuhren wir in fünf Stunden über Latacunga, Ambato und Baños nach Puyo. Leider lagen alle Berge in dicken Wolken, so dass wir weder den Cotopaxi noch den Vulkan Tungarua sichten konnten.

Zu Beginn der Fahrt kam ein Kontrolleur zu uns, der unsere Fahrkarte sehen wollte und uns dann anwies, unseren kleinen Rucksack hoch ins Handgepäckfach zu legen. Naja, normalerweise soll man das ja nicht machen, aber wir dachten, wenn uns das schon der Kontrolleur sagt, dann wird es wohl sicherer sein. Ausserdem wollten wir den Rucksack dann eh wieder bald runternehmen. Nach einer Weile Fahrt fiel dann auf einmal eine Flasche Wasser hinter uns runter. Christian wollte sie aufheben, da er dachte, es wäre unsere, aber da hatte der Typ hinter uns sie sich schon gegriffen und meinte, es wäre seine. Naja, eine Flasche Wasser wird wohl keiner klauen... Leider waren wir so unglaublich blöd, nicht gleich auf die Idee zu kommen, dass sich dieser Typ an unserem Rucksack zu schaffen gemacht hatte. Als wir dann endlich mal auf die Idee kamen, in den Rucksack zu schauen, war natürlich die teure Jacke von Christian nicht mehr drin. Was ein mieser Trick!!! Der Typ hatte sich einfach als Kontrolleur ausgegeben und dann in aller Seelenruhe hinter unserem Rücken unseren Rucksack geplündert. Zum Glück hatte er sonst alles drin gelassen, vor allem die gebrannten CDs mit unseren Fotos. Trotzdem waren wir natürlich stinksauer, vor allem über unsere Blödheit. Hier muss man echt ständig unglaublich auf der Hut sein, sonst steht man am Ende ohne alles da.

Dieser Zwischenfall versaute uns natürlich etwas den Vormittag. Die Fahrt von Baños runter in den Dschungel nach Puyo entschädigte aber wieder etwas dafür. Dort angekommen suchten wir erst mal verzweifelt und im strömenden Regen ein Hostal. Gar nicht so einfach, denn wir fanden nur die hässlichsten Absteigen, auf die ich echt keine Lust hatte. Die Stadt ansich ist auch nicht gerade eine Schönheit. Endlich fanden wir dann aber doch noch ein recht schönes und ganz neu renoviertes Hostal (El Dorado) im Zentrum, wo wir es uns auch erst mal gemütlich machten, bis der ärgste Regen vorbei war.

Am Nachmittag spazierten wir dann noch etwas am Fluss entlang, wo es auch eine ganz neue Promenade und einige Bars und Cafes gibt. Über eine schaukelnde Hängebrücke gelangt man dort noch zu einigen Hostals im Stil von Lodges und auch zu einem botanischen Park, der aber leider gerade schloss, als wir dort ankamen. Daher beschränkten wir uns auf ein Radler mit Blick auf den Fluss und die Anfänge der Dschungellandschaft.

Puyo ist sozusagen eine Grenzstadt, denn ab hier breitet sich bis zur Ostgrenze mit Peru nur noch Dschungel aus.
     

     
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