Reisetagebuch

 
 
Das Tal der Wasserfälle  
20.03.2006
     
El Pailón del Diablo - die Teufelsnase

El Pailón del Diablo - die Teufelsnase

Weitere Bilder:

Die alte Straße nach Puyo Mit einer "tarabita" über die Schlucht Einer der unzähligen Wasserfälle im Tal Eine Dschungelschaukel Riesige Blätter Hängebrücke über den reissenden Fluss Ein kleines Kapuzineräffchen als Haustier Ganzschön großer Wasserfall Eine kleine Dusche vielleicht? Nochmal der Wasserfall Die Brücke wird gerade erneuert Schlucht beim "Pailón del Diablo" Exotische Blumenwelt Käfer auf einer Blume Orchideengarten bei den Wasserfällen Tukan im Ecozoológico Riesige Galapagos-Schildkröte Galapagos-Schildkröte im Ecozoológico Keine Lavaströme vom Vulkan Tungarahua sondern Baños bei Nacht
     
Heute Morgen um 9 Uhr sollte dann unsere Tour zu den Wasserfällen losgehen, die im Tal auf dem Weg Richtung Puyo gelegen sind. Da standen wir also pünktlich beim Tourveranstalter, und standen und standen... Da wir nur zu zweit waren, sollten wir dann auf einmal mit einem anderen Veranstalter mitfahren, der gleich käme. "No te preocupes!" hiess es mal wieder, wie so oft. Naja, darauf verlass ich mich inzwischen nicht mehr...

Dann hielt auf einmal ein Auto und zwei Typen sprangen raus, die vom andern Tourveranstalter waren und wir mussten schnell einsteigen. Die Chiva (ein LKW mit open-air Sitzplätzen hinten drauf) sei schon vor 2 Minuten losgefahren, aber wir würden sie gleich einholen. Haha, von wegen...
Während wir im flotten Tempo die Strasse aus Baños hinaus fuhren, stellte sich letztendlich heraus, dass die Tour bereits um 9:30 Uhr gestartet war, wie wir vermutet hatten. Aber das gestand natürlich keiner ein. So holten wir die Chiva erst hinter dem ersten Wasserfall ein.

Die Tour war aber davon abgesehen wirklich super. Es sind wirklich unzählige Wasserfälle die von den Steilkanten ins Tal in den Río Pastaza stürzen. Wir fuhren sieben davon an. Bei einigen der Wasserfälle kann man mit Gondeln auf die andere Talseite fahren. Das machten wir natürlich auch und wanderten auf der anderen Seite zum Wasserfall hinunter. Von dort aus führte dann eine Hängebrücke wieder zurück auf die andere Seite. Wir dachten erst, man könnte sie nicht passieren, da sie gerade repariert wurde und an einer Stelle nur ein Loch grosses Loch gähnte, an denen alle alten Querbohlen entfernt worden waren, um sie durch neue zu ersetzen. Aber hier in Südamerika geht ja alles. Wir mussten uns nur am Stahlseil festhalten und auf den schmalen Balken am Rande entlangbalancieren. Man durfte nur nicht zum tosenden Fluss runterschauen...

Besonders beeindruckend ist der "Pailón del Diablo", ein Wasserfall, in deren Mitte ein Fels aussieht wie ein Teufelsgesicht. Dort stiegen wir ebenfalls zum Fusse des Wasserfalls hinunter, wo es auch eine Hängebrücke über den Fluss gibt.

Heute Nachmittag waren wir dann wieder zurück und gingen dann gleich weiter zum Ecozoológico, einen kleinen Zoo, der an einem Wasserfall gelegen ist.

Und jetzt reicht es erst mal mit herumlaufen, zumindest für heute. Jetzt ruhen wir uns erst mal auf der schönen Dachterrasse bei einem kühlen Bierchen aus, bevor es dann nach dem Abendessen nochmal auf eine Tour geht. Diesmal fahren wir im Dunkeln zu einem Aussichtspunkt, von dem man Baños sehen kann und dann geht es weiter hoch nach Bellavista und zu einem Mirador, von dem man bei gutem Wetter den Vulkan Tungurahua sehen kann. Der Vulkan ist seit einigen Jahren wieder recht aktiv und man kann auch Rauchfahnen aus dem Krater steigen sehen, manchmal sogar kleine Eruptionen. Daher gibt es hier in Baños auch eine grosse neue Brücke auf die andere Flussseite, die im Notfall zur Evakuation dient.

Leider werden wir morgen wahrscheinlich dann doch nicht mehr hier bleiben können, wie wir eigentlich vorhatten. Schade, ich wär gern noch in einem der vielen Thermalbäder baden gegangen. Aber in Ecuador streiken seit einigen Tagen die Indianer im Hochland und daher sind viele Strassen blockiert. Damit versuchen sie die Regierung zu erpressen, da ja dann nichts mehr transportiert werden kann. Immerhin ist der Streik friedlich, aber natürlich trotzdem total ärgerlich für uns. Eigentlich wollten wir weiter nach Riobamba und Cuenca fahren, von wo aus es dann weiter zur Grenze nach Peru gehen sollte. Jetzt ist aber sowohl die Strasse von Baños nach Riobamba, als auch die Strasse von dort nach Cuenca und von Cuenca nach Loja nicht befahrbar. Keiner weiss etwas genaues und daher versuchen wir morgen einfach so weit wie möglich zu kommen. Möglicherweise hat sich der Streik bis morgen ja auch wieder gelegt. Vamos a ver...
     

     
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