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Reisetagebuch
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Hoppelstrecken und Strassenblockaden |
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21.03.2006 |
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Schöner Platz mit Kolonialflair
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Jetzt sind wir also hier in Ríobamba angekommen. Jipee! Gar nicht so einfach, wenn fast im ganzen Land gestreikt wird.
Heute Morgen trafen wir uns am Busbahnhof mit dem Italiener, Fausto, und zwei deutschen Mädels, mit denen wir zusammen versuchen wollten, irgendwie nach Riobamba zu kommen. Am Busbahnhof meinten alle, dass die Strasse dorthin zu sei. Doch dann erfuhren wir schliesslich doch noch von einem Busservice über Schleichwege nach Riobamba, den wir dann auch nehmen wollten, obwohl wir natürlich daran zweifelten, durchzukommen.
Den ersten Teil der Strecke passierten wir dann auch ohne Probleme. Überall wo wir vorbeifuhren hoben die auf dem Feld arbeitenden Leute die Köpfe und starrten uns neugierig hinterher, denn in dieser Gegend fahren anscheinend nicht so häufig Busse. Die Strasse wurde immer schmaler und immer schlechter, von Asphalt über Kopfsteinplaster bis Lehm. Doch dann lagen auf einmal die ersten dicken Steine und Baumstämme auf der Strasse. Die wurden dann aber einfach beiseite geräumt und weiter ging es.
Doch dann gelangten wir an eine halb zugeschüttete Stelle, an der die einheimischen Indígenas auch weiterhin Steine vom Hang auf die Strasse warfen. Dort gab es nun wirklich kein Durchkommen mehr, so dass wir wohl oder übel umdrehen mussten und uns einen anderen noch schlechteren Weg suchen mussten. Immer wieder gelangten wir an Strassenblockaden und mussten ausweichen oder umdrehen. Und so gelangten wir schliesslich schon in die Nähe von Riobamba, wo allerdings erneut eine Blockade die Durchfahrt verhinderte. Doch es hiess, hinter der Blockade gäbe es Camionetas (Pickups), die uns dann in die Stadt bringen könnten.
So machten wir (inzwischen waren noch drei weitere deutsche Mädels dazugestossen) uns mit Sack und Pack auf den Weg. Und tatsächlich fanden wir hinter der Blockade einen Pickup, der sozusagen einen Shuttleservice nach Riobamba anbot. Kurz vor der Stadt jedoch hatten die Bewohner sogar einen Feuerwall entzündet, so dass wir wieder über Schleichwege weiter ins Zentrum fahren mussten. Und da sind wir nun.
Leider hat man uns gesagt, dass der Zug über die spektakuläre Teufelsnase nach Alausí leider auf Grund des Streiks morgen nicht fahren wird. Aber heute Nachmittag wird es einen Aufmarsch der Einwohner Riobambas geben, die dagegen sind, dass alle Strassen hier gesperrt werden. Sie wollen sich dafür einsetzen, dass der Streik sich nur auf Quito beschränkt, da es dort nun mal auch sinnvoller wäre. Mal sehen, ob sie was erreichen können.
Eigentlich wollen wir morgen alle zusammen nach Cuenca weiterreisen. Mal schaun, ob das klappt. Noch sind die Strassen zu, aber es gibt auch Gerüchte, dass der Streik sich morgen eventuell auch schon etwas legen könnte. Jetzt schauen wir uns jedenfalls erst mal etwas die Stadt an. :-) |
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