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Reisetagebuch
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Kein Durchkommen ... |
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22.03.2006 |
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No hay paso
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"No hay paso, no hay paso" heisst es immer nur, wenn wir mal wieder jemanden fragen, ob die Strasse nach Cuenca denn nun frei sei. Tja, leider gibt es immer noch kein Durchkommen. Die deutschen Mädels sind heute Morgen immerhin mit einem Bus Richtung Guayaquil gestartet, hoffentlich hatten sie wenigstens Glück.
Gestern Abend fand ein grosser Protestmarsch hier in Riobamba statt, an dem viele Geschäftsleute, Transportunternehmer und andere Leute teilnahmen, für die eine Öffnung der Strassen überlebenswichtig ist. Inzwischen wurden schon einige Waren knapp und natürlich konnten auch keinerlei Waren aus der Stadt herausgebracht werden.
Der Marsch endete fast genau neben unserem Hotel vor dem Verwaltungsrat des Bezirks Chimborazo, wo sich schon eine grosse Anzahl bewaffneter Polizisten und Militärs postiert hatten, um Ausschreitungen zu vermeiden. Aber alles verlief friedlich und um 23 Uhr nachts wurde dann ein Abkommen zur Räumung der Strassenblockaden unterzeichnet.
Gestern wurde hier und in einigen anderen Provinzen auch der Notstand ausgerufen, das heisst u.a., dass das Militär nun eingreifen darf und nachts ab 22 Uhr Ausgangsverbot herrscht. Aber hier in der Stadt merkt man eigentlich gar nichts davon, ausser am Busbahnhof, wo gähnende Leere herrscht.
Heute Mittag waren wir ein zweites Mal dort, nachdem wir es bereits am Morgen versucht hatten. Inzwischen fahren immerhin wieder Busse nach Quito und nach Guayaquil, das lässt hoffen. Auf dem Busbahnhof verbrachten wir dann ca. drei Stunden, in der Hoffnung, dass auch die Strasse nach Cuenca geräumt werden würde. Aber dadurch, dass sie genau durchs Hochland führt, wo am meisten Indígenas leben, gibt es dort natürlich um so mehr Strassenblockaden, da dauert es natürlich auch länger, bis die Strasse wieder frei ist. Aber Morgen sollen die Busse dann angeblich wieder fahren, dann werden wir es zusammen mit Fausto wieder versuchen.
Immerhin haben wir hier in Riobamba ein ganz schönes und günstiges Hostal (Tren Dorado) und die Stadt ist angenehm, auch wenn es nicht viel Sehenswürdigkeiten gibt. Dann komme ich immerhin mal wieder zum Lesen. :-) |
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