Reisetagebuch

 
 
Endlich in Cuenca!  
24.03.2006
     
     
Wir haben es tatsaechlich bis Cuenca geschafft! Unglaublich. Nachdem wir zwei Tage in Riobamba festsassen, fuhren wir gestern frueh dann wieder mal zum Busbahnhof. Und tatsaechlich, es gab einen Bus nach Cuenca, der um halb 8 losfuhr.

Bevor wir ueberhaupt aus der Stadt heraus waren, hielt der Bus schon wieder an und es hiess wieder, dass die Strecke immer noch gesperrt sei. Gluecklicherweise ging es aber nach Kurzem doch noch weiter, bis wir erneut anhielten und es wieder so aussah, als kaemen wir nicht weiter. Ganzschoen nervig.

Dann jedoch hiess es, das Militaer wuerde kommen und den Weg frei machen. Und tatsaechlich, schon bald fuhren ca. 6 - 7 grosse Mannschaftswagen mit Militaer und Polizei sowie einige Raeumfahrzeuge an unserem Bus und den anderen wartenden LKWs, Bussen und Autos vorbei. Schnell fuhren alle in einer Kolonne hinterher, damit die Strasse nicht wieder versperrt wuerde, nachdem das Militaer sie freigeraeumt haette.

Bis ins 90 km entfernte Alausi fuhren wir also so weiter und mussten zwischendurch immer wieder anhalten und warten, bis die Strasse von Erdhaufen, Baumstaemmen, riesigen Steinwackern und Glasscherben geraeumt war und auch die Protestler nicht mehr die Strasse versperrten. So schafften wir die 90 km immerhin in etwa fuenf Stunden. Von da aus ging es dann recht fluessig weiter durchs Hochland Richtung Cuenca.

Die Strasse von Alausi nach Cuenca ist bei schoenem Wetter landschaftlich wirklich sehr sehenswert. Leider konnten wir das nur erahnen, da es regnete und die Wolken tief im Tal hingen. Obwohl die Strasse immer wieder mit Steinbrocken und Glasscherben gespickt war, kamen wir ohne grosse Probleme dann endlich in Cuenca an. Statt vier Stunden hatten wir aber ganze elf Stunden fuer die etwa 250 km lange Strecke benoetigt.

Nachdem wir dann endlich mal in unserem Hostal (El Cafecito) ausgeschlafen hatten, was ja schon seit Ewigkeiten nicht mehr der Fall war, haben wir heute Vormittag gleich mal etwas die Stadt erkundet. Cuenca ist fuer mich die bisher schoenste Stadt Ecuadors. Es gibt zahlreiche restaurierte Kolonialbauten und schoene schattige Plaetze mit vielen Baeumen und Blumen. Ausserdem gibt es im Zentrum auch viele Galerien, Cafes und Restaurants.

Heute Nachmittag werden wir noch am Fluss entlang spazieren und uns die Ueberreste einer Inkastaette ansehen.
     

     
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